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Was kostet eine Katze? Ehrliche Zahlen pro Monat und Jahr

Die Katze gilt als das günstige Haustier. Das stimmt ungefähr so lange, bis sie zum ersten Mal zum Tierarzt muss. Damit dich nichts überrascht, hier die ehrliche Rechnung: was der Einzug kostet, was jeden Monat zusammenkommt und welche Posten gern vergessen werden — als Richtwerte, denn deine Katze hat zu deinem Budget ihre ganz eigene Meinung.

Der Einzug: einmalige Kosten

Aus dem Tierschutz zahlst du eine Schutzgebühr, bei Katzen meist zwischen 50 und 250 Euro. Dafür ist die Katze in aller Regel geimpft, gechipt, entwurmt und kastriert — Leistungen, die dich beim Tierarzt einzeln bezahlt schnell einen ähnlichen Betrag kosten würden.

Dazu kommt die Grundausstattung: Transportbox, Kratzbaum, zwei Toiletten (ja, zwei — Katzen trennen gern nach Geschäft), Näpfe, Rückzugshöhle, etwas Spielzeug. Je nach Anspruch — deinem, nicht ihrem — bist du mit grob 150 bis 400 Euro dabei. Die Katze selbst hätte übrigens gern den Karton, in dem der Kratzbaum geliefert wurde.

Jeden Monat: Futter, Streu und das Übrige

Gutes Nassfutter für eine ausgewachsene Katze liegt je nach Marke und Appetit meist bei 30 bis 60 Euro im Monat, Katzenstreu bei 10 bis 20 Euro. Mit Snacks, Wurmkuren und Kleinkram landen viele Haushalte bei 50 bis 90 Euro pro Katze und Monat. Zwei Katzen kosten nicht das Doppelte an Ausstattung, aber ziemlich genau das Doppelte an Futter.

Sparen kannst du bei Spielzeug, Deko und allem, was der Zoohandel "Zubehör" nennt. Nicht sparen solltest du beim Futter und bei der Streu — beides rächt sich, das eine beim Tierarzt, das andere neben der Toilette.

Der Tierarzt: planbar und weniger planbar

Planbar sind Impfauffrischungen, Wurmkuren und der jährliche Check — je nach Praxis und Region oft 100 bis 200 Euro im Jahr. Weniger planbar ist der Rest, und der hat es in sich: Eine Zahnsanierung, eine Blasenentzündung, ein verschluckter Haargummi können jeweils mehrere hundert Euro kosten, eine Operation nach Unfall auch vierstellig. Freigänger tragen dabei das höhere Risiko.

Deshalb lohnt eine ehrliche Entscheidung am Anfang: entweder eine Katzenkrankenversicherung (je nach Alter und Tarif grob 10 bis 40 Euro im Monat) oder ein eigenes Katzen-Sparbuch, auf das jeden Monat etwas geht. Beides ist besser als die dritte Variante, die Tierheime zu oft sehen: eine kranke Katze, deren Behandlung sich niemand mehr leisten kann.

Die Rechnung übers Katzenleben

Eine gesunde Wohnungskatze kostet mit allem Drum und Dran meist 800 bis 1.500 Euro im Jahr. Bei fünfzehn Jahren Lebenserwartung — und viele Tierheimkatzen schaffen mehr — reden wir über einen fünfstelligen Betrag. Das soll dich nicht abschrecken, sondern einordnen: Die Schutzgebühr ist davon der kleinste Posten. Wer sie zu hoch findet, rechnet an der falschen Stelle.

Übrigens: Anders als beim Hund gibt es für Katzen keine Steuer und keine Pflicht-Haftpflicht — Katzenschäden deckt oft die private Haftpflichtversicherung ab. Ein Blick in deine Police lohnt sich trotzdem.

Wenn die Zahlen für dich in Ordnung sind, ist der Rest der schöne Teil: Auf Pawfect Click warten Katzen aus geprüften Tierheimen und Vereinen auf genau die Menschen, die vorher gerechnet haben. Wie die Vermittlung abläuft, steht im Ratgeber Katze aus dem Tierheim adoptieren.

FAQ

Was kostet eine Katze im Monat?

Mit Futter, Streu und Rücklagen für den Tierarzt liegen die meisten Haushalte bei 50 bis 90 Euro pro Katze — je nach Futterqualität, Region und Gesundheit der Katze auch darüber. Eine Krankenversicherung kommt mit grob 10 bis 40 Euro im Monat dazu, wenn du dich dafür entscheidest.

Ist eine Katze günstiger als ein Hund?

Meist ja: keine Hundesteuer, keine Hundeschule, kleinere Portionen. Beim Tierarzt hört der Unterschied aber auf — eine kranke Katze kostet genauso ernsthafte Beträge wie ein kranker Hund. Die ehrliche Hunde-Rechnung steht im Ratgeber "Was kostet ein Hund wirklich".

Lohnt sich eine Katzenkrankenversicherung?

Das ist eine Wette, die niemand für dich entscheiden kann. Bei jungen, gesunden Wohnungskatzen fährt mancher mit eigener Rücklage besser; bei Freigängern und mit steigendem Alter dreht sich die Rechnung. Wichtig ist nur, dass du dich für eines von beidem entscheidest — die teuerste Variante ist, von einer Tierarztrechnung überrascht zu werden.

Sind zwei Katzen viel teurer als eine?

Beim Futter ja, fast genau doppelt. Bei Ausstattung, Streu und Versicherung nur teilweise. Dafür beschäftigen sich zwei Katzen miteinander — was dir Spielzeug, zerkratzte Möbel und einer sozialen Katze das Alleinsein erspart. Ob eine Katze zu zweit oder allein glücklicher ist, wissen die Pfleger im Tierheim am besten.